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TuS Hattingen lässt sich überraschen
09.11.2015 | 16:58 Uhr

TuS Hattingen lässt sich überraschen
Spielertrainer Mathias Komp (rechts) versuchte, die Mannschaft mitzureißen - was letztlich aber nicht gelang.?Foto:Volker Speckenwirth

Hattingen. TuS Hattingen - SG FdG Herne/Grumme 2:3

Der Topleistung im Spitzenspiel gegen den Lüner SV ließen die Landesliga-Volleyballer des TuS Hattingen eine absolut enttäuschende Vorstellung gegen die SG FdG Herne/Grumme folgen. Der TuS verlor in heimischer Halle völlig überraschend mit 2:3.

Es wird sicherlich mehrere Gründe für die empfindliche Niederlage geben. Einer ist wohl auch in der Tatsache begründet, dass der TuS Hattingen als Tabellenführer den Tabellenletzten ein wenig unterschätzt haben wird. Man nimmt sich zwar immer wieder vor, dass so etwas nicht passiert, doch es passiert halt immer wieder.

Ein weiterer Grund könnte das Fehlen von Marc Dormann gewesen sein. Dormann war beim TuS Hattingen zuletzt immer für das Zuspiel zuständig, diesmal fehlte er aber verletzungsbedingt. „Natürlich ist Stefan Matern auch ein guter Zuspieler, doch die Mannschaft hatte sich jetzt auf die Spielweise von Marc Dormann eingestellt“, kommentierte TuS-Spieler Mario Göbel. „Wenn man im Volleyball den zen­tralen Spieler wechselt, dann ist das schon eine gewaltige Umstellung.“

Wahrscheinlich habe es aber auch an der Einstellung gelegen, gab dann auch Mario Göbel zu. „Wahrscheinlich macht man als Tabellenführer in einem Spiel gegen den Tabellenletzten einen Schritt oder eine Bewegung weniger. Und dann fehlt halt oft das letzte Quäntchen.“

Nur Mathias Komp in Normalform
So fehlte den Hattingern schon im ersten Durchgang der Elan, um den Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Der erste Durchgang wurde mit 20:25 abgegeben, doch nachdem der zweite dann mit 25:22 gewonnen wurde, schienen die Hattinger, die immer noch nicht gut spielten, wieder in der Spur zu sein. Doch es kam anders. Sang- und klanglos wurde der dritte Satz mit 12:25 abgegeben. „Das war von unserer Seite dann wirklich eine absolut katastrophale Leistung“, sagte Mario Göbel. „Normalform hat allenfalls Mathias Komp erreicht. Er hat auch versucht, uns noch einmal mitzureißen, doch irgendwie hat es diesmal nicht geklappt.“

Immerhin rauften sich die Hattinger dann aber noch einmal halbwegs zusammen und kämpften sich in den Tiebreak, in dem zunächst auch alles für den Gastgeber sprach. Der TuS Hattingen führte schon mit 7:3, verlor dann aber wieder völlig den Faden und gab den Tiebreak noch klar mit 10:15 ab.

Am Wochenende spielfrei
„Auch so etwas gibt es eigentlich gar nicht“, kommentierte Mario Göbel. „Aber an diesem Tag passte bei uns halt gar nichts zusammen. Und wenn das so ist, dann verspielt man auch einen so klaren Vorsprung noch, obwohl das natürlich nicht passieren darf.“

Der TuS Hattingen ist zwar weiterhin Tabellenführer, hat am nächsten Wochenende aber spielfrei und kann so von der Konkurrenz überflügelt werden. „Dann haben wir wieder ein gerades Bild in der Tabelle. Wir tun aber wohl gut daran, jetzt nicht auf die Tabelle zu schauen“, so Mario Göbel. „Jetzt sollten wir auf uns selbst schauen. Es darf halt nicht passieren, dass man gegen vermeinlicht schwächere Gegner so unkonzentriert spielt.“

Sätze: 20:25, 25:22, 12:25, 25:21, 10:15.
TuS: Komp, Landmeyer, Borchert, Hulin, Koch, Matern, Schwarz, Göbel.

Heiner Wilms

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