Start 1. Damen TuS Hattingen II - TuS Halden-Herbeck 3:2

TuS Hattingen II - TuS Halden-Herbeck 3:2

TuS Hattingen II – TuS Halden-Herbeck 3:2 (25:20, 22:25, 15:25, 25:16, 15:13)

Deja vu mit Stehaufmädchen. Wie bereits vor einigen Wochen der SC Hennen III entpuppte sich wieder eine Mannschaft aus dem Liga-Mittelfeld als ein absoluter Topgegner. Die Mannschaft aus Hagen war mit sehr viel Verletzungspech in die Saison gestartet und am Samstag wurde schnell klar, dass sie in Bestbesetzung zu den Spitzenteams der Liga zählt. Bei uns fehlte zudem mit Hannah unsere beste Spielerin der Vorwoche und zudem eine Allrounderin im Angriff, Block und Annahme.

Im 1. Satz agierten beide Mannschaften noch mit gebremsten Schaum und es war noch nicht zu abzusehen, dass beide Teams zwei Stunden später verbissen um jeden Ball kämpfen würden. Ab Mitte des Satzes investieren wir mehr und kommen vor allem durch Frauke, Vero und Ronja zu wichtigen Punkten. Mit 25:20 geht der Satz am Ende doch recht deutlich an uns.

Wer hoffte, dass das Spiel fortan seinen vermeintlich erwarteten Verlauf nehmen würde, sah sich getäuscht, vor allem, weil der TuS Halden-Herbeck nun ein wahres Aufschlagsfeuerwerk entfachte und fortan unsere Annahme mit knallharten Aufschlägen unter Druck setzte. Schon in den letzten Wochen hatten wir dabei gerade bei Läufer I einige Schwierigkeiten gehabt, wenn der Diagonalangreifer auf der Position des Außenangreifers annehmen und angreifen muss. Gegen Halden-Herbeck geraten wir in dieser Aufstellung von Beginn an in Rückstand, laufen diesem den ganzen Satz lang hinterher, sind zwar beim 22:22 wieder dran, verlieren den Satz aber nach vermeidbaren Fehlern im Angriff schließlich doch mit 22:25.

Den anschließenden 3. Satz darf man getrost vergessen: Nahezu die ganze Zeit über befinden wir uns in der Defensive. Unsere Annahme um Mareike und Frauke stemmt sich zwar tapfer gegen die wuchtigen gegnerischen Aufschläge und auch Stephie verteilt die Bälle gut, doch im Angriff sind wir viel zu harmlos. Entweder scheitern wir am Block, oder unsere Angriffe sind leichte Beute. Auch die Einwechslung von Katharina im Zuspiel kann daran nichts mehr ändern (15:25).

Auch im 4. Durchgang setzt sich das Tief zunächst fort. Bereits bei 3:7 müssen wir eine Auszeit nehmen, um neuerlich Korrekturen und Feinabstimmung zu besprechen. Wie schon in der Vorwoche haben wir bereits vor Satzbeginn taktisch umgestellt: Caro nun auf Außen, Melanie rückt in die Mitte und Feli auf Diagonal. Und wieder zeigt sich der in der letzten Woche beschworene Spirit, das Kämpferherz und die Comeback-Qualitäten unserer Stehaufmädchen. Wieder müssen wir uns gegen eine drohende Niederlage wehren. Und wieder schaffen wir es. In Annahme und Abwehr stehen wir zu 100% sicher und endlich springen wir auch im Angriff aus und schlagen feste auf den Ball. Frauke und Ronja varrieren nun mit fest geschlagenen Angriffen und platzierten Finten. Und wenn 81qm nicht groß genug sind, dann fliegen wir für Rettungsaktionen auch in Richtung Zuschauerbänke. Gleich in mehreren Aktionen retten wir den Ball kurz vor dem Bodenkontakt. So dreht man ein Spiel. Und wie schon in der Vorwoche kommt Feli mit zunehmender Spieldauer immer besser ins Spiel, macht das, was Diagonalangreifer machen sollen, immer feste drauf. Mit 25:16 geht es erneut in den Tie-Break.

Dieser 5. Satz ist lange Zeit ausgeglichen. Beide Mannschaften schenken sich nichts, doch wir haben den größeren Willen. Bei 9:7 sind wir erstmals mit zwei Punkten vorne und da wir zuverlässig aus der Annahme heraus punkten, gewinnen wir den Satz am Ende mit 15:13.

Ärgern wir uns nicht über einen verlorenen Punkt, sondern freuen wir uns vielmehr, dass wir ein spannendes Spiel gewonnen haben. Außerdem dürfen wir uns in den nächsten Wochen ja trotzdem als Herbstmeister feiern und nicht zu vergessen: Wir haben einschließlich der letzten Saison nun 9 Spiele in Serie gewonnen. Ein riesiges Lob geht heute an Mareike, die im Hagener Aufschlaghagel wie ein Fels in der Brandung stand. Zudem an Stephie, die heute unser Spiel gekonnt gelenkt hat und m.E. ihr bestes Saisonspiel gezeigt hat. Nebenbei gilt es Caro zu verabschieden, die sich für ein halbes Jahr nach Schottland verabschiedet. Eine aufregend schöne Zeit wünsche ich dir, und bleib wie du bist.

Es spielten: Stephanie Morlock, Katharina Scheffler (Zuspiel), Ronja Weidemann, Merve Mutlu, Melanie Leitloff (Mitte), Frauke Kamps, Veronique van Engeland (Außen), Caroline Jaschke, Felicitas Fischer (Diagonal); Mareike Zwilling (Libera)

P.S. Vielen Dank auch an Christian, Laura und Neele fürs Schiedsrichten.

 
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. Dezember 2016 um 11:08 Uhr  
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