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Volleyball

Wanderer zwischen den Ligen

05.09.2012 | 16:21 Uhr
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Jubeln konnten die Herren des TuS Hattingen über den Aufstieg, jetzt geht es um den Klassenerhalt.Foto: Archiv,Hanusch

Hattingen. Die Volleyballer des TuS Hattingen hält es nicht lange an einem Ort – und schon gar nicht in einer Liga. Rauf und runter ging es in den vergangenen Jahren, zuletzt aber wieder rauf. Will sagen: Der TuS Hattingen ist von der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen.

Das ist für die Hattinger nicht wirklich ein neues Gefühl. „Es war der dritte Aufstieg, an den ich mich erinnere“, sagt TuS-Spieler Mario Göbel. Und ganz überraschend sei der neuerliche Klassensprung auch nicht gewesen. Denn der TuS war im Jahr zuvor gerade erst aus der Landesliga abgestiegen und orientierte sich gleich wieder nach oben. „Natürlich waren wir nicht so vermessen, den Wiederaufstieg sofort als Ziel auszugeben“, erinnert sich Mario Göbel an die Saisonvorbereitung. „So etwas kann man ja auch nicht planen. Man muss sich erst ein bisschen einfinden und die neuen Gegner kennenlernen.“
Spezieller Gegner aus Bochum

Diese Orientierungsphase brachten die Hattinger schnell hinter sich. Sie merken rasch, dass sie jede Mannschaft schlagen konnten. Und sie schlugen auch jede Mannschaft in jedem Spiel, abgesehen einmal vom PSV Bochum, gegen den es die einzige Saisonniederlage setzte. Aber das ist eine andere, eine ganz spezielle Geschichte. „Den PSV können wir einfach nicht“, sagte TuS-Spieler und Volleyball-Abteilungsleiter Mathias Komp in der Vergangenheit oft, wenn gegen die Bochumer wieder einmal verloren wurde, obwohl der TuS klar in der Favoritenrolle war. Zum Glück muss sich der TuS jetzt nicht mehr mit dem PSV beschäftigen – vorerst zumindest.

Als ärgster Konkurrent im Kampf um den Aufstieg erwies sich schließlich der TVE Vogelsang, der den Hattingern zumindest halbwegs folgen konnte. Doch eigentlich war schon vor dem letzten Spieltag klar, dass es der TuS schaffen würde. Ein Satz im letzten Spiel gegen den Königsborner SV hätte schon gereicht. Auch in dem Fall, wenn Vogelsang die letzte Partie mit 3:0 gewinnen würde. Doch so eng wurde es nicht mehr. Vogelsang hatte das letzte Saisonspiel schon verloren, bevor wiederum der TuS zu seinem letzten antrat. „Wir kannten das Ergebnis aber nicht“, sagt Mario Göbel in Erinnerung an das Saisonfinale. „Doch als wird dann gegen Königsborn unseren ersten Satz gewonnen hatten, war ohnehin alles klar. Da wussten wir, dass wir aufgestiegen sind.“

Die nötige Klasse, die Bezirksliga zu dominieren und in der Landesliga zu bestehen, hat der TuS schon seit Jahren. Die Qualität war immer da, die Quantität indes nicht. Häufig wurden Spiele wegen des kleinen Kaders verloren. Ausfälle konnten nicht kompensiert werden, und so mussten auch angeschlagene Spieler ran. „Wir sind so wenige, und wir sind so gebrechlich“, sagte Mathias Komp nach solchen Niederlagen schon einmal, wobei das mit dem „gebrechlich“ sicher nicht ganz ernst gemeint war.
Ausfälle besser kompensiert

Doch diese Personalprobleme gab es schon in der vergangenen Saison halt nicht mehr. Mit Christian Klinge und Sebastian Mack gewann der TuS zwei neue Spieler hinzu, und außerdem musste wohl auch Michel Braun, der aus beruflichen Gründen oft gefehlt hatte, in die Kategorie Zugänge eingeordnet werden. „Damit konnten wir Ausfälle viel besser kompensieren“, sagt Mario Göbel. So soll das dann auch in der Landesliga sein. Denn nach dem Aufstieg macht der komplette Kader weiter, zudem gibt es mit Michael Koch (Sprockhövel) eine sichere und mit Andreas Chadrys eine wahrscheinliche Verstärkung. Chadrys spielte schon einmal für den TuS, legte zuletzt aber eine Volleyball-Pause ein. Und die Personalsituation hat sich weiter verbessert. Denn die zweite Mannschaft des TuS, die in die Bezirksliga aufgestiegen war, wurde zurückgezogen, mehrere ihrer Spieler werden das Landesliga-Team verstärken.

Nach Personalknappheit sieht es also nicht aus – vielmehr nach einer guten Saison.

Heiner Wilms
 
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