Start Mannschaften D1-Jugend Bericht 2. Damen (Aktualisiert für 2016/17)

Bericht 2. Damen (Aktualisiert für 2016/17)

Saisonbericht 2016/17

Eine Empfehlung, wie man als Neuling aus einer Liga absteigt, liest sich kurz gesagt so: Gegen die guten Mannschaften gut spielen und verlieren, gegen die schlechten Mannschaften schlecht spielen und verlieren. Schnell steht man am Tabellenende und jedes weitere Spiel ist doppelt so mühsam. Gleich am 1. Spieltag der vergangenen Bezirksliga zeigten wir gegen den späteren Aufsteiger von BW Annen eine Top-Leistung. In allen drei Sätzen waren wir dicht dran, bevor sich die größere individuelle Klasse der Wittener Außenangreiferinnen durchsetzen kann. Wir sind trotz Niederlage optimistisch, können die Leistung aber in den nächsten Spielen gegen die direkte Konkurrenz aus Herne und Schwerte nicht wiederholen. Eine Situation, die sicherlich nicht losgelöst von der Hallenproblematik zu Saisonbeginn zu beurteilen ist. Da die Talstr. mit Flüchtlingen belegt wurde, mussten wir zunächst in die kleine, niedrige Nebenhalle im Schulzentrum ausweichen, bevor uns der CVJM dankenswerterweise in der Haupthalle „Asyl“ gewährte. Ohnehin zeigte sich, dass wir mit nur einer Trainingseinheit an unsere Grenzen stoßen. Der Trainingsplan ist nach 5min geschrieben, und noch an so vielen Sachen wäre zu arbeiten.

Insgesamt haben wir das Rennen um den Klassenerhalt bzw. Relegationsplatz aber v.a. in den Spielen gegen die direkte Konkurrenz verloren. Zwar können wir die beiden Pflichtsiege gegen RW Stiepel erreichen, in den vier Spielen gegen Herne und Schwerte holen wir aber nur drei Sätze bzw. einen Punkt – viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass Punkte gegen die direkten Konkurrenten doppelt zählen. 

Ende des Jahres dann aber Licht am Horizont: Die Kreissporthalle wird freigegeben und dadurch gibt es sogar die Möglichkeit, an eine zweite Trainingszeit zukommen. Jetzt merken wir erst recht, dass wir all die Jahre mit begrenzten Möglichkeiten auskommen mussten. Der höhere Trainingsumfang macht sich schnell bemerkbar. Wir gewinnen gegen Stiepel und Grumme II, verlieren gegen Grumme I und Schwerte erst im Tie-Break. In allen Aktionen ist nun mehr Sicherheit.

Diese positive Entwicklung fortzusetzen, ist dann auch das Ziel für die kommende Saison. Da der Großteil der Gegner unbekannt ist und die talentierte, junge Mannschaft von Rote Erde Schwelm ein sehr unangenehmer Gegner sein wird, ist es schwer eine Prognose abzugeben. Gewisse Ansprüche an uns selbst sollten aber da sein. Die Vorbereitung machte immerhin schon große Freude, mit klaren Siegen über Bezirkliga-Aufsteiger BW Annen II und Langendreer 04 sowie ein ordentlicher 6. Platz beim gut besetzten Turnier in Höntrop. Dabei gelang uns sogar ein klarer Satzgewinn gegen den Landesligisten und Turniersieger vom TC Gelsenkirchen II.

Die wesentliche Stärke bleibt ohnehin der mannschaftliche Zusammenhalt, der auch trotz des Abstiegs nur kurzzeitig in Frage stand. In Situationen, in denen anderen Mannschaften auseinanderbrechen, rücken wir erst recht näher zusammen. Personell hört daher auch nur Julia aus beruflichen Gründen auf und Lisa wechselt nach nur einem Jahr zur 1. Damen. Neu hinzu kommt dafür Merve, die nach einem Jahr Pause wieder angefangen hat, sowie Vero, die aus Australien zurück ist und ganz besonders gespannt sein darf man auf Ronja. In ihrer ersten Saison musste sie zumeist noch auf der Bank Platz nehmen, in dieser Saison könnte sie im wahrsten Sinne des Wortes unser „Shooting“-Star werden. Bereits in der letzten Saison stieg ja Feli Fischer wieder bei uns und dürfte nun auf der Diagonalposition wesentlich besser zur Geltung kommen als letzte Saison noch übder Außen. Bei einem Abstieg haben alle Fehler gemacht und so war sicherlich auch mehr als nur eine meiner Entscheidungen im letzten Jahr falsch.

Unabhängig davon steht der Saisonstart zunächst unter ungünstigen Vorzeichen: Laura und Ludmilla sind seit Monaten mit langwierigen und ungewöhnlichen Verletzungen außer Gefecht gesetzt, Feli knickte beim Training um und auch Melanie und Ronja fehlen urlaubsbedingt am 1. Spieltag.

Und dann gab es ja noch vor wenigen Monaten ein paar Tage, in denen tatsächlich in den Sternen stand, ob und wie es weitergeht. Momente, in denen klar wurde, dass das alles doch mehr ist, als nur Ball über die Schnur, dass es ein wichtiger Teil meines Lebens geworden ist. Lasst uns insofern die gemeinsame Zeit genießen, gemeinsam besser werden, oder um es auf eine einfache Formel des Epikureismus zu bringen: lasst uns Spaß haben.

Ganz am Ende werden wir uns feiern.



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. September 2016 um 22:21 Uhr  
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