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Volleyball-Landesliga

Hattinger bekommen Grenzen aufgezeigt

15.12.2015 | 16:07 Uhr
Hattinger bekommen Grenzen aufgezeigt
Für TuS-Spieler Mario Göbel ist Eintracht Dortmund jetzt der Meisterschaftsfavorit Nummer eins.?Foto:Fischer

TSC Eintracht Dortmund - TuS Hattingen 3:0

Das war bitter. Klar und deutlich mit 0:3 verloren die Landesliga-Volleyballer des TuS Hattingen ihr Auswärtsspiel gegen den TSC Eintracht Dortmund. Die unerfreuliche Folge dessen: Der TuS Hattingen ist nicht mehr Tabellenführer, die neue Nummer eins der Liga heißt TSC Eintracht Dortmund.

Auf die Frage, warum es zu einer so klaren Niederlage kommen konnte, antwortete TuS-Spieler Mario Göbel kurz und bündig: „Dortmund war besser als wir.“

Die Hattinger erwischten also nicht ihren besten Tag, doch Mario Göbel hatte Zweifel, ob die Dortmunder in ihrer aktuellen Form vom TuS überhaupt zu schlagen sind. „Ich weiß es nicht“, sagte Göbel dann. „Aber ich denke, dass es auch dann schwierig geworden wäre, wenn wir gut gespielt hätten.“

So wurde es nicht das erwartete Spitzenspiel. Und zwar allein aus dem Grund, weil der TuS nichts zu einem solchen Spitzenspiel beitragen konnte. Den Dortmundern war aber auch nur sehr schwer beizukommen. Beim TSC Eintracht handelt es sich um eine sehr erfahrene Mannschaft, die sich extrem wenige Fehler leistet. Zudem spielen die Dortmunder in der Feldabwehr ganz hervorragend, für jeden einzelnen Punkt muss man also hart arbeiten. „Bei anderen Mannschaften wäre der Ball sicher viel öfter am Boden gewesen, doch die Dortmunder sind immer wieder noch irgendwie drangekommen“, sagte Mario Göbel.

Um zu Punkten zu kommen, mussten die Hattinger den Druck dann ein bisschen erhöhen. Sie mussten bei ihren Angriffen ein größeres Risiko eingehen, wodurch sich dann aber auch wieder Fehler einschlichen. „Gegen Mitte des ersten Satzes haben wir gemerkt, dass das ein ganz schwierige Nummer für uns wird“, sagte Mario Göbel. „Wir haben einfach kein Mittel gefunden. Vom zweiten Satz an haben wir uns dann vielleicht auch zu wenig gewehrt. Und wir haben auch sehr schlecht angenommen. Das können wir definitiv besser.“

TuS jetzt auf Platz drei

So wie es aussieht, hat die Liga jetzt also einen neuen Meisterschaftsfavoriten. Im Moment spricht wirklich viel für den Verbandsliga-Absteiger aus Dortmund, der bei 20 Punkten steht. Dahinter folgen Lüner SV (19), TuS Hattingen (18) und TB Osterfeld (17).

„Ich wüsste nicht, wer Dortmund im Moment schlagen sollte“, sagt denn auch Mario Göbel. Die Mannschaft hatte zu Saisonbeginn wohl Personalprobleme, ist jetzt aber komplett. Und in dieser Besetzung ist Dortmund schon extrem stark.“

Göbel ist davon überzeugt, dass der neue Tabellenführer auch das nächste Spitzenspiel gegen den Lüner SV gewinnen wird. Auf dieses Spiel schauen die Hattinger im Moment aber gar nicht, sie konzentrieren sich ganz auf ihre eigene Aufgabe. Und die ist gegen den Tabellenvierten TB Osterfeld auch recht anspruchsvoll, zumal Spielertrainer Mathias Komp in dieser Partie fehlen wird. Dafür rückt aber Dominic Storz wieder in der Kader. Storz stand im Spiel gegen Dortmund nicht zur Verfügung. „Vielleicht hätte er uns mit seiner ruhigen Art aber gut getan“, sagt Mario Göbel.

Sätze: 25:17, 25:14, 25:20. 
TuS: Komp, Landmeyer, Hulin, Mack, Sotzek, Dormann, Koch, Borchert, Matern, Göbel.

Heiner Wilms

 
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