Start 2. Damen SVE Grumme - TuS Hattingen II 3:2

SVE Grumme - TuS Hattingen II 3:2

SVE Grumme – TuS Hattingen II 3:2 (23:25, 25:16, 24:26, 25:22, 15:11)

Zwei Tie-Break-Niederlagen entsprechen in der Tabellenarithmetik zwar einem Tie-Break-Sieg, fühlen sich aber leider nicht so gut an. Wiedermal müssen wir trotz tapferer Leistung dem Frust trotzen. Aber natürlich ist ein Trost-Punkt besser als nichts und auch das Gefühl, dass wir uns in den beiden letzten Spielen richtig gut verkauft haben, sollte uns Mut machen. In der Hinrunde gab es gegen Herne, Schwerte und Grumme 0:9 Sätze, in der Rückrunde immerhin 5:9. Allmählich macht sich also die zweite Trainingseinheit bemerkbar. Spät, leider zu spät haben wir zu den anderen Mannschaften aufgeschlossen.

Wie so viele andere in diesen Tagen, musste sich auch Ulli Wächter, der gegnerische Trainer, vor dem Spiel von mir anhören, dass wir besser sind, als es der Tabellenstand vermuten lässt. Was die Mädels dann in den folgenden 100 Minuten mit einer starken Leistung unterstrichen. Es war ein Duell auf Augenhöhe mit vielen langen Ballwechseln, teilweise gucken wir sogar ein Stück weit drüber. Aus einer sicheren Annahme und Abwehr heraus konnten Julia und Stephie die Bälle gut auf die verschiedenen Angreifer verteilen, sodass wir zahlreiche gute Angriffe aufziehen konnten. Vor allen in den Sätzen 1 und 3 spielten wir konsequent und wesentlich ruhiger als sonst. Als Lohn sprang jeweils ein kleiner Punktevorsprung heraus. Davon waren wir dann wohl selbst etwas erschrocken, denn der letzte Punkt wurde dann jeweils eins zähe Angelegenheit von 23:20 (1. Satz) bzw. 24:20 (3. Satz) wurde es dann noch mal knapp, ehe Laura bzw. Frauke mutig die letzten Punkte verwandelten. Auch das hat uns in den ersten Monaten gefehlt, die frühere Coolness bei 23:23, sie ist seit ein paar Wochen zurück.

Der zwischenzeitliche 2. Satz war ebenfalls bis 12:12 ausgeglichen, dann kombinierten sich Fehlaufschläge bei uns mit einer Aufschlagserie der gegnerischen Diagonalangreiferin. Gut zu sehen, wie die Annahmereihe um Mareike sich aber im Weiteren Verlauf auf diese Aufschläge einstellte und diese für den Rest des Spiels im Griff hatten. In den Sätzen 4 und 5 reichte es dann leider nicht mehr zum Satzgewinn, was auch mal wieder an den dummen Eigenfehlern lag, die uns die ganze Saison schon begleiten. Ein blockfreier Angriff auf die eigene Netzkante, ein Ball der auf 6m ins Feld fällt, weil keiner ruft, ein Sicherheitsaufschlag an die Hallendecke, bei 10:11 im Tie-Break. Diese Fehler passieren anderen auch, aber nicht in den vorentscheidenden Phasen.

Insofern müssen nun Tapferkeit und Trotz unsere Tugenden sein. Tapferkeit, weil der frühzeitige Abstieg quasi besiegelt ist, Trotz, weil wir deshalb dennoch nicht an uns zweifeln dürfen. Leistungsmäßig können wir in dieser Liga mitspielen. Zudem liegen immer noch ca. 5% im Trainingsrucksack und warten seit ca. 12 Monaten darauf, auch mal im Spiel ausgepackt zu werden. Das Lob des Tages geht an Julia, die heute gerade auch bei den vielen langen Ballwechseln die Übersicht behalten und die Bälle klug verteilt hat.

Es spielten: Julia Kluse, Stephanie Morlock (Zuspiel), Hannah Kamps, Melanie Leitloff, Ronja Weidemann (Mitte), Frauke Kamps, Felicitas Fischer, Laura Weidemann, Katharina Scheffler (Außen), Caroline Jaschke (Diagonal), Mareike Zwilling (Libera)

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 31. Januar 2016 um 23:40 Uhr  
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