Start 1. Damen WAZ-Bericht

WAZ-Bericht

Volleyball-Verbandsliga

Krimi in Überlänge

30.01.2012 | 14:23 Uhr
Krimi in Überlänge

Wattenscheid/Hattingen. TB Höntrop - TuS Hattingen3:2

Noch knapper geht es kaum: Nach fast zweistündiger Spielzeit haben die Verbandsliga-Volleyballerinnen des TuS Hattingen ihr Auswärtsspiel gegen den TB Höntrop mit 2:3 verloren.

Addiert man die gesamten Punkte, dann lagen die Wattenscheiderinnen mit 108:104 vorne – also mit der Winzigkeit von nur vier Zählern. Ganz eng ging es auch im abschließenden Tiebreak zu. Mit einem 7:8-Rückstand wechselte der TuS die Seite, kurz darauf lagen die Hattingerinnen sogar mit 7:11 hinten. Zwar kam es noch einmal zum 13:13-Ausgleich, doch dann klatschte eine Höntroper Aufgabe genau auf die Linie – und der 15 Punkt folgte schnell.

„Wir haben in dieser Phase zu viele Fehler gemacht“, kommentierte TuS-Team-Sprecher Detlev Zagermann. „Die Höntroperinnen waren im Angriff zwar nicht überragend, aber sie haben den Ball gut im Spiel gehalten. Ich denke, dass das letztlich entscheidend war.“

Der TuS spielte in Höntrop ohne Vanessa Rudolph und Annika Klaner, dafür aber wieder mit Maxi Graf. Die hat nämlich ihre etwa zweijährige Volleyball-Pause beendet, muss sich jetzt aber erst wieder an den Leistungsstand der Verbandsliga heranarbeiten.

Wie erwartet schwer wog der Ausfall von Annika Klaner, die auf der Mittelposition zunächst von Nicole Benninghaus vertreten wurde. Weil die wiederum nicht ihren besten Tag hatte, wurde noch einmal umgestellt, und Carola Althaus rückte in die Mitte. „Nicole hat sich vielleicht zu sehr unter Druck gesetzt“, sagte Detlev Zagermann. „Das muss sie aber gar nicht. Wenn sie einfach ihr Spiel macht, dann hilft sie uns. Und wenn es einmal nicht so läuft, dann ist das auch nicht schlimm. Durch die erneute Umstellung ist aber ein bisschen Unruhe in unser Spiel gekommen.“

Ihr stärkstes Spiel zeigten die Hattingerinnen in der Anfangsphase. Mit 13:8 führten sie schon im ersten Satz, ließen Höntrop dann aber zum 15:15 ausgleichen und mussten den ersten Durchgang dann letztlich recht klar mit 18:25 abgeben. „Weiß der Geier, warum es so gekommen ist. Ich weiß es auf jeden Fall nicht“, kommentierte Zagermann diese Phase des Spiels, aus der sich der TuS aber wieder befreite. Der zweite Satz wurde mit 25:20 recht klar gewonnen, der dritte mit 23:25 aber wieder knapp verloren (23:25I). Mit einem 25:23 im vierten Satz erzwang der TuS dann noch den Tiebreak, der aber kein glückliches Ende mehr hatte. „Schade“, sagte Zagermann, der dann noch die junge Außenangreiferin Anna Laura Timmer lobte: „Wenn sie zu ihren Einsatzzeiten gekommen ist, dann hat sie ihre Chance auch genutzt. Das war wirklich prima. Wenn sie so weiter macht, dann werden wir noch viel Freunde an ihr haben.“

Sätze: 25:18, 20:25, 25:23, 23:25, 15:13.
TuS: Morlock, S. Klaner, Ragutt, Benninghaus, Kapica, A. Zagermann, Timmer, Roszewicz, Althaus, Graf.

Heiner Wilms

 
Seite bookmarkenHomepage bookmarkenAls Startseite festlegenDiese Seite teilenVersendenKontaktieren Sie uns
Zum Seitenanfang