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Volleyball

Über Krampf zum Spiel

14.01.2013 | 16:53 Uhr
Über Krampf zum Spiel
Kurze Ansprache der Spielführerin: Nadine Roszewicz (Nr. 12) hält die Spannung weiter hoch.Foto:Udo KreikenbohmFoto:

TuS Hattingen - Kirchhörder SC 3:0

Sie haben sich fest vorgenommen, in die Verbandsliga zurückzukehren. Und nach dem ersten Spiel des neuen Jahres haben sich die Aufstiegschancen der Volleyballerinnen des TuS Hattingen auch rapide verbessert. Zunächst einmal deshalb, weil das Heimspiel gegen den Kirchhörder SC glatt mit 3:0 gewonnen wurde. Aber noch viel mehr aus dem Grund, weil der TB Höntrop am Wochenende die dritte Mannschaft des RC Sorpesee  geschlagen hat. Auf den Nenner gebracht heißt das: Der TuS Hattingen ist neuer Tabellenführer der Volleyball-Landesliga und damit der heißeste Kandidat auf Aufstieg und Meisterschaft.

Meisterlich präsentierten sich die  Hattingerinnen in der Anfangsphase des Spiels gegen Kirchhörde  aber keineswegs. Ganz im Gegenteil: Im ersten Satz lagen sie zwischenzeitlich mit sieben Punkten zurück.  „Das war gar nichts“, kommentierte TuS-Teamsprecher Detlev Zagermann die ersten Minuten. „Die ganze Mannschaft wirkte völlig verkrampft. Positiv war dann aber, dass wir über diesen Krampf dann doch noch zum Spiel gefunden haben.“

Den Weckdienst für ein zunächst verschlafenes Team übernahm  Maxi Graf, die beim Stand von 14:20 zur Aufgabe schritt und dann mit einen tollen Serie die Aufholjagd des TuS Hattingen einleitete. 22:20 stand es nach dieser Serie – und die Hattingerinnen waren endlich  im Spiel angekommen. Den ersten Satz gewannen sie dann schließlich mit 25:22, womit die Weichen schon in die gewünschte Richtung gestellt waren – nämlich  Richtung Sieg. „Danach haben  die Damen dann endlich Volleyball gespielt“, sagte Detlev Zagermann. „Nämlich so, wie sie es können.“

Und weil die nun überforderten Gäste aus Kirchhörde nicht mehr mithalten konnten, wurde das Spiel zu einem Selbstläufer. So konnten sich die Hattingerinnen sogar den Luxus leisten, auf einen Einsatz von Annika Klaner zu verzichten. Die hatte sich nämlich im letzten Spiel des vergangenen Jahres einen Kreuzbandriss zugezogen, ist inzwischen aber wieder so weit hergestellt, dass sie wieder trainieren kann. Auch für einen Einsatz hätte sie sich zur Verfügung gestellt.

„Doch dieses Risiko mussten wir dann doch nicht eingehen“, so Detlev Zagermann. „Also haben wir Annika geschont. In den nächsten Spielen  werden wir sie mit Sicherheit noch brauchen.“

Annika Klaner spielte also nicht – dafür aber Weronika Kapica, die sich am Ende der vergangenen Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und deshalb lange pausieren musste. Im dritten Satz durfte sie dann ran. Zum ersten Mal in dieser Saison. Und mit ihrem ersten Ballkontakt sorgte sie dann auch gleich für einen Punkt. Weronika Kapica wurde bei einer Angabe der Hattingerinnen ins Spiel gebracht und entledigte sich ihrer Aufgabe mit einem Ass. Klasse war das.

Ein rundum gelungener Tag also für die Hattinger Frauen. Und die Niederlage von Sorpesee und die damit verbundene Tabellenführung war dann noch eine schöne Zugabe.

Sätze: 25:22, 25:14, 15:18.
TuS: A. Klaner, S. Klaner, Bednarek, A. Zagermann, Schasiepen, A. L. Timmer, L. Timmer, Kapica, Graf, Roszewicz, Ragutt, Körthe.

Heiner Wilms

 
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