Start 1. Damen RW Stiepel - TuS Hattingen III 3:1

RW Stiepel - TuS Hattingen III 3:1

RW Stiepel – TuS Hattingen III 3:1 (25:16, 25:21, 25:27, 25:23)

Widmen wir uns heute mal den großen moralphilosophischen Grundfragen, die weder die großen Denker von Orient bis Okzident noch die 1. Herren bei „einem Bier“ im „Auflauf“ bislang hinreichend beantworten konnten.

  1. Soll man einen Touch zugeben?

  2. Was ist übler: einen Matchball leichtfertig zu verschlagen, oder die Mannschafts-Bierkiste zu vergessen?

  3. Wie zufrieden darf man mit einer Niederlage sein?

Sehr bis gar nicht, so lautet die Antwort auf die 3. Frage mit Blick auf unsere 3. Damen nach dem Spiel gegen den letztjährigen Tabellenzweiten aus Stiepel. Sehr zufrieden, weil wir teilweise ein sehr gutes Spiel hinlegten, am Tie-Break schnupperten und sagen können: da fehlte nicht viel. Gar nicht zufrieden, weil das, was fehlte, nicht außerhalb unserer Möglichkeiten lag und null Punkte am Ende nun mal null Punkte sind.

Bereits der 1. Satz dokumentierte ein Mißverhältnis von Leistung und Ertrag. Wie schon in der Vorwoche legen wir los wie die Feuerwehr und gehen mit 4:0 in Führung. Stiepel legt nach, bis zum 12:12 ist es ein offenes Spiel, bei dem sich beide Mannschaften nichts schenken. Dann ein plötzlicher Bruch in unserem Spiel: die Annahme wackelt, die Angreifer kommen vorne nicht mehr durch. In Windeseile rauschen in die Punkte auf der Anzeigentafel dahin: 16:25 am Ende war es zu deutlich.

Und deutlich geht es weiter. Vero kommt für Laura in die Mannschaft, womit auch der Annahmeriegel umgebaut werden muss. Es dauert bis es klappt und zwar genau bis zum 3:15. Ein großes Kompliment an die vielen mitgereisten Zuschauer, die uns in dieser Phase für jede gelungene Aktion unterstützen. Die Zuschauer wecken den Kampfgeist, wir kommen zurück und bringen Stiepel in Verlegenheit. Wir kommen bis auf drei Punkte heran, doch am Ende ist der Rückstand zu groß gewesen (21:25).

Im 3. Durchgang ist es nun ein richtig packendes Spiel, mit tollen Angriffen und attraktiven Abwehraktionen auf beiden Seiten. Erneut sind wir vorne, aber oft sind es gerade die langen Ballwechsel bei denen wir durch einfach Fehler die Punkte liegen lassen. Bei 11:16 sind wir schon wieder deutlich hinten. Doch die Mannschaft kämpft, der Block steht gut, v.a. Hannah und Svenia kratzen viele Bälle heraus, auch am Netz sind wir nun entschlossener. Zunächst hat Stiepel Matchbälle, dann haben wir Vero beim Aufschlag. Mit 27:25 geht der Satz an uns.

Allmählich haben sich auch die Kräfteverhältnisse gedreht. Im 4. Satz geben wir den Ton an. Gerade Caro wird nun immer wieder von Elena gesucht und sie macht die Punkte als hätte sie schon Jahre lang über Diagonal gespielt. Bei 13:9 haben wir nicht nur nettes Polster, sondern beim Gegner macht sich auch etwas Ratlosigkeit breit. Und doch kommt Stiepel nochmal zurück, schlägt nun in dieser entscheidenden Phase sehr gut auf. Wir hängen ein paar lange Spielzüge bei Läufer I fest. Bei 20:22 greift Sarina entschlossen im Block zu 21:22, dann Vero mit einem direkten Aufschlagpunkt 22:22. Hannah findet eine Lücke im Feld wir sind 23:22 vorne. Doch statt Satzball gleicht Stiepel aus und serviert nun weiterhin brandgefährlich. Am Ende zu gefährlich (23:25).

Nach der Herbstpause stehen als nächstes die beiden Partien gegen die Mitaufsteiger aus Annen und Schwelm an. Bis dahin sollten wir noch mehr Konstanz in unsere Aktionen bringen, sind dann auch Julia, Ludmilla und Frauke wieder fit. In der Hoffnung, dass wir uns dann über Siege mehr Gedanken machen müssen als über Niederlagen. Ein großes Kompliment an alle Spielerinnen, das war alles in allem schon sehr gut.

Es spielten: Elena Keller (Zuspiel), Caroline Jaschke (Diagonal), Hannah Kamps, Laura Weidemann, Veronique van Engeland (Außen), Melanie Leitloff, Sarina Krause, Svenia Körner (Mitte)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 06. Oktober 2013 um 20:22 Uhr  
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