Start 2. Damen TuS Hattingen III - SV Langendreer 04 1:3

TuS Hattingen III - SV Langendreer 04 1:3

TuS Hattingen III – SV Langendreer 04 1:3 (14:25, 25:23, 19:25, 14:25)

Nach dem katastrophalen Spiel gegen BW Annen und der kranksheits- und verletzungsbedingten Niederlage mit dem letzten Aufgebot in Schwelm ist der Auftritt gegen die höherklassige Mannschaft aus Langendreer in jedem Fall als Schritt in die richtige Richtung zu werten.

Zwar brauchten wir den ganzen 1. Satz um ins Spiel zu finden, doch nachdem wir unsere Annahme stabilisiert und uns auch in Block und Feldabwehr auf die spät schlagenden Bochumer Außenangreifer eingestellt hatten, konnten wir bereits Ende des 1. Durchgangs ausgeglichen gestalten. Auch im 2. Durchgang hatten wir zunächst Anlaufschwierigkeiten. Nachdem gefühlt 20. Appell, den Ball auf die kurze VI zu legen, wurde dies irgendwann auch mal umgesetzt. Mit mehr Varianten konnten wir unsere Angriffe nun regelmäßig durchbringen. Besonders Vero, aber auch Laura auf der langen VI fielen in dieser Phase positiv auf; zudem verteile Julia die Bälle geschickt und präzise. Bei 24:20 hatten wir zahlreiche Satzbälle, von den Melanie schließlich einen verwandelte.

Laut Quantenphysik ist die Existenz unendlich vieler Paralleluniversen möglich. Hoffen wir, dass in ein paar dieser Universen die fröstelnden Zuschauer einen gleichmäßig erwärmenden 3. Satz sehen durften. In dieser ziemlich ernüchternden Welt (s.u.) gab es nach dem Beginn in der Dampfsauna (11:4-Führung) jedenfalls ein kaltes Eisbad (8:21-Punkte in Serie). Warum der Faden riss, ist mir weiterhin unklar. Schließlich wurde der Gast keinesfalls stärker, war es auch nicht in erster Linie die Annahme, denn selbst aus guten Bällen machten wir keine Punkte mehr. Auch sechs Wechsel konnten nichts ändern, der Satz ging an den SVL. Damit war das Spiel entschieden. Im 4. Satz spielte Langendreer nun die Routine aus. Unsere Gegenwehr hielt sich in Grenzen, sodass der Satz ziemlich deutlich an den Bezirksligisten ging. Der Mannschaft aus Langendreer um die Exil-Hattingerin Stephi Morlock wünschen wir viel Erfolg auf der Kreispokalendrunde.

Positiv festzuhalten bleibt, dass wir 1,5 Sätze mit der klassenhöheren Mannschaft mithalten konnten. Spielen wir an dem oberen Ende unseres Leistungsvermögens, wird es für viele Gegner schwer. Allerdings ist die Fallhöhe mitunter groß. Das Spiel hat aber auch gezeigt, dass wir unbedingt eine Libera brauchen. Entweder Svenia, wenn sie aus dem Ausland zurück ist, oder eine junge Frau, die jetzt noch gar nicht damit rechnet, können diese Aufgabe in Zukunft übernehmen.

Ein Lob haben sich alle verdient, weil alle ihre Aufgaben zumindest in den Phasen des Spiels als es gut lief, sehr gut erfüllt haben. Als es nicht so lief, fiel halt niemandem was ein - auch mir nicht. Besonders gefreut hat mich die Leistung von Vero, die ihre beste Saisonleistung zeigte und auf dem Weg zur alter Form ist.

Es spielten: Julia Kluse, Martina Dawid (Zuspiel), Caroline Jaschke, Frauke Kamps (Diagonal), Melanie Leitloff, Sarina Krause, Ludmilla Ehrlich (Mitte), Hannah Kamps, Veronieque van Engeland, Laura Weidemann (Außen)

P.S.1: Einen lieben Dank an Mel, Martin und Luisa fürs Schiedsrichten.

P.S.2: Eine großes Kompliment für die wie immer zahlreichen Zuschauer. Ich glaube nach der 1. Damen haben wir die höchsten Besucherzahlen im Verein. Als Dank für die tolle Unterstützung die ganze Saison über werden wir euch beim nächsten Heimspiel (08.12.) mit Kaffee und Kuchen, sowie hoffentlich drei Punkten verwöhnen.

P.S.3: Apropos Paralleluniversum. Laut Leibniz leben wir ja in der besten aller möglichen Welten. Verrückt, nicht? Ich halte es da mit Voltaire: „Wenn das hier die beste aller möglichen Welten ist, wie sehen dann erst die anderen aus?“ Aber das nur am Rande und überhaupt.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 21. November 2013 um 23:20 Uhr  
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