Start 2. Damen
2. Damen - Bezirksliga
 
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 hinten (v.l.n.r.): Stefan Matern, Merve Mutlu, Melanie Leitloff, Frauke Kamps, Hannah Kamps, Veronique van Engeland, Stephanie Morlock
vorne: Katharina Scheffler, Caroline Jaschke, Mareike Zwilling, Ronja Weidemann, Felicitas Fischer
es fehlen: Laura Weidemann, Ludmilla Ehrlich
Trainer:
 

Trainingszeiten:
Mo:19:30-21:45
Fr: 18:00-20:00

Trainingsort:

Spielerliste:
Ludmilla Ehrlich
Veronique van Engeland
Frauke Kamps
Hannah Kamps
Caroline Jaschke
Melanie Leitloff
Katharina Scheffler
Laura Weidemann
Ronja Weidemann
Mareike Zwilling
Stephanie Morlock
Felicitas Fischer
Anna Litfert
Alisa aus der Wischen
Spielplan/Tabelle               Saisonbericht 2017



VfL Kemminghausen - TuS Hattingen 0:3

VfL Kemminghausen – TuS Hattingen 0:3 (19:25, 21:25, 20:25)

Nach dem Erfolg gegen den TV Brechten wollten wir die gute Leistung beim Tabellenschlusslicht, dem VfL Kemminghausen, bestĂ€tigen. In der Startsechs gab es nur eine VerĂ€nderung gegenĂŒber Vorwoche, da Ronja fĂŒr Vero in die Mannschaft rĂŒckte. In der relativ niedrigen und engen Halle (von Mareike und Caro schnell zum „Kuhstall“ erklĂ€rt) lag die Taktik von beiden Teams klar auf der Hand, mit flachen und langen AufschlĂ€gen den Gegner unter Druck setzen. Dies gelang uns im 1. Satz deutlich besser. Von Beginn lagen wir in FĂŒhrung und konnten das Spiel diktieren: 12:7, 15:8, 18:12. Zwar kommt der Gegner uns zwischenzeitlich nochmal bedrohlich nahe, doch in den entscheidenden Momenten ist es gerade Felicitas, die mit viel Übersicht und kraftvollen Angriffen fĂŒr entscheidende Punkte sorgt.

Auch der 2. Durchgang beginnt zunĂ€chst gut, doch dann reißt der Faden. Der Gastgeber ist im Block nun deutlich aggressiver (gerade gegen Anna wird in der Mitte ein kompakt Doppelblock gestellt) und erhöht im Angriff das Spieltempo. Wir sind zwar in der Abwehr regelmĂ€ĂŸig dran, doch reagieren dann bei unseren Gegenangriffen zu ĂŒberhastet. Wir wollen viel zu schnell den Punkt erzwingen, anstatt auf die gĂŒnstigen Situationen zu warten. Wir versuchen durch Auszeiten Ruhe ins Spiel zu bringen und in allen Aktionen mehr Höhe zu bringen. Vergeblich, denn bei 14:21 ist der Satz schon mehr oder weniger verloren. Besser gesagt: fĂŒr andere Mannschaften mehr, fĂŒr uns weniger. Denn es gibt ja noch diesen fast schon einmaligen Fighting-Spirit dieser Mannschaft, jedem Ball hinterher fliegen und in keiner Situation aufzugeben. Und nach Samstag können wir wieder ein Spiel mehr als Beleg dafĂŒr angeben. Nach 14:21 heißt es am Ende 25:21. In dieser Phase ragen zwei Spielerinnen heraus. Hannah, die am Netz eine unheimliche PrĂ€senz zeigt. blockt, DrĂŒckduelle gewinnt und BĂ€lle ins Feld drischt. Zudem Caro, die elf gefĂ€hrliche Angaben knapp ĂŒber das Netz jagt, Gegenangriffe verteidigt und zudem Hinterfeldangriffe verwandelt.

Nach diesem Nackenschlag fĂŒr die wackeren Gastgeber, die mit einer guten Zuspielerin und einer sehr guten Angreiferin durchaus ein gefĂ€hrlicher Gegner waren, konnten wir den 3. Satz nun wieder vergleichbar mit dem 1. Durchgang problemlos selbst gestalten. Hannah schlug vor, die Reihen zu tauschen, um Anna von den großen Blockspielern wegzubekommen, was Katharina im Zuspiel noch mal mehr Möglichkeiten eröffnet. Wir sind letztlich den ganzen Satz vorne und gewinnen mit 25:20 auch diesen Satz recht deutlich.

Das Lob des Tages geht an Mareike, mit einer nahezu fehlerfrei Annahme und Abwehrarbeit, was bei der niedrigen Hallendecke besonders bemerkenswert ist. Angesichts der guten Leistung aus den ersten vier Spielen können wir nun beruhigt in die Herbstferien gehen, zumal sich nun nach und nach der Kader wieder auffĂŒllt. Besonders freuen wir uns, dass Laura nach ihrer „VerletzungspechstrĂ€hne“ vielleicht schon diese Woche wieder dabei ist :-).

Es spielten: Katharina Scheffler (Zuspiel), Hannah Kamps, Anna Litfert (Mitte), Frauke Kamps, Veronieque van Engeland, Ronja Weidemann (Außen), Felicitas Fischer, Caroline Jaschke (Diagonal), Mareike Zwilling (Libera)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. Oktober 2017 um 19:30 Uhr
 

TV Brechten - TuS Hattingen 2:3

TV Brechten – TuS Hattingen 2:3 (25:17, 23:25, 21:25, 25:19, 12:15)

Der Landesliga-Absteiger und TabellenfĂŒhrer vom TV Brechten hatte sich in den ersten Spielen keine BlĂ¶ĂŸe gegeben, maximal 16 Punkte ließen sie in den bisherigen SĂ€tzen zu. Da mit Stephie und Melanie auch noch zwei wichtige Spielerinnen im Urlaub waren, rechneten wir uns nicht allzu viel aus. Die wichtige Zuspielposition ĂŒbernahm unser Urgestein Katharina, die eigentlich ihre Knieschoner schon zum trocknen legen wollte. Und man kann es nicht anders sagen, Katharina zeigte eine starke Leistung und machte ihr bestes Spiel im rot-schwarzen Trikot.

Von Beginn an gab es lange und umkĂ€mpfte Ballwechsel. Wir greifen mehrfach hintereinander gut an, doch Brechten zeigt, dass sie zurecht oben stehen, tiefstehende Feldabwehr und viel Übersicht im Angriff. Den einen Ball lang die Linie runtergeschlagen, den nĂ€chsten knapp hinter den Block gelegt. Bis 9:11 sind wir dran, dann legt der Gegner 10% drauf und setzt sich auf 9:18 ab. Am Ende geht der Auftaktsatz mit 17:25 klar verloren.

Nun ist dies in den ersten beiden Spielen genauso gewesen und im 2. Satz fanden wir dann jeweils ins Spiel. Auch die Reaktion in der Satzpause blieb gleich: Einwechslung von Caro fĂŒr Feli auf Diagonal, mit einer klaren Vorgabe fĂŒr den Block. Doch nicht nur der Block auch das Zusammenspiel mit Katharina klickt so richtig gut. Immer wieder setzt Katharina ihre Diagonalspielerin ein und Caro sorgt regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Punkte. Auch von ihr eines der besten Spiele seit langer Zeit. Zudem bieten wir in Aufschlag und Annahme eine konzentrierte Leistung. Gegen Höntrop und auch noch beim Abschlusstraining konnten wir mit diesen Spielelementen nicht so zufrieden sein. Heute sind beides wichtige Bausteine fĂŒr den Erfolg. In der Feldabwehr sind wir schon wegen Mareike eine der stĂ€rksten Mannschaften der Liga. Folglich flutscht das auf einmal: 11:6, 17:12. Wir haben den Favoriten im Griff. Zwar kommt Brechten nochmal ran, aber wir sind am Ende cool, bringen den Vorsprung mit 25:23 ins Ziel.

In der Vorwoche hatten wir nach dem Satzausgleich den Faden verloren. Diesmal greifen wir fester zu und behalten weiterhin die Oberhand. Ab dem 5:2 sind wir stets vorne. Anna macht Druck im Aufschlag, der Gegner schwimmt und wir ziehen auf 15:10 davon. Überhaupt machen wir jetzt fast alles richtig. Beispiel: Feli kommt bei 16:11 aufs Feld, um Vero zu entlasten. Katharina stellt direkt den nĂ€chsten Ball prĂ€zise raus, Feli schlĂ€gt gekonnt den Block an, 17:11. Es ist nicht zu erkennen, dass letzte Saison noch zwei Ligen beide Teams trennten. Der Satz geht mit 25:21 an uns.

Klar, ist aber auch, dass Brechten nochmal zurĂŒckkommen wird. Zwar sind wir auch im 4. Satz zunĂ€chst mit 8:4 vorne, doch Brechten stellt sich im Block immer besser auf unsere Angriffe ein. Zudem schwĂ€cheln wir vorĂŒbergehend im Aufschlag: Anna, Ronja und Katharina verschlagen in Serie, sodass der Gegner auf 12:16 davon ziehen kann. Am Ende geht es bei 19:25 in den Tie-Break.

Dessen Erfolgsrezept schnell geschrieben ist: So weiterspielen und nur die Passverteilung Ă€ndern, und dabei besonders mit Anna und Hannah unsere starken Mittelangreifer mehr ins Spiel einbinden. Und ein riesiges Kompliment an Katharina, die nun im Zuspiel mit viel Übersicht alle ihre Angreiferinnen einsetzt und dabei von Spielzug zu Spielzug variiert, sodass es der gegnerische Block deutlich schwerer hat. Nun können Frauke und Vero krĂ€ftig abschließen, wird die Mitte gefĂŒttert und Caro ist ohnehin schon seit vier SĂ€tzen eine Punktemaschine. Wenn es eng wird, greift Caro mutig mit Links auf Diagonal auch den zweiten Ball an. Aber so richtig eng wird es immer Tie-Break ohnehin nicht. 8:3, 11:5 souverĂ€n diktieren wir das Geschehen und gewinnen am Ende mit 15:12 das Spiel.

Ein großes Lob an alle fĂŒr eine klasse Mannschaftsleistung, wobei aber heute auch niemand Katharina die Lorbeeren fĂŒr das „Girlie of the week“ streitig machen kann. Weiterhin kam Jugendspielerin Alisa zu ihrem ersten Einsatz in unserer Mannschaft. Willkommen. 

Es spielten: Katharina Scheffler (Zuspiel), Hannah Kamps, Anna Litfert (Mitte), Frauke Kamps, Veronieque van Engeland, Ronja Weidemann, Alisa aus der Wischen (Außen), Felicitas Fischer, Caroline Jaschke (Diagonal), Mareike Zwilling (Libera)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 09. Oktober 2017 um 22:29 Uhr
 

TB Höntrop II - TuS Hattingen 3:1

TB Höntrop II – TuS Hattingen 3:1 (25:16, 22:25, 25:12, 25:21)

Nach dem Auftaktspiel gegen TVK Wattenscheid folgt das Gastspiel bei der nĂ€chsten Wattenscheider Mannschaft, dem TB Höntrop II. Auch dieser Gegner hatte einige routinierte Spielerinnen mit Volleyballerfahrung aus höheren Ligen in den Reihen. Bei uns standen gegenĂŒber der Vorwoche mit Frauke und Vero zwei Außenangreiferinnen zur VerfĂŒgung, dafĂŒr fehlte Anna krankheitsbedingt. Und Frauke und Vero bekamen es direkt mit einer ordentlichen Blockwand zu tun. Zwar hatten wir uns genau darauf vorbereitet und speziell das Blockanschlagen und die Angriffssicherung in den Blick genommen, dennoch brauchten wir wieder den ganzen 1. Satz, um uns auf den Gegner einzustellen.

Positiv ist festzuhalten, dass wir es dann wie in der Vorwoche schafften, im 2. Satz zu reagieren, Fehler abzustellen und Lösungen zu finden. Endlich schaffen wir es die BĂ€lle von der sehr guten gegnerischen Libera wegzuhalten und durch die Einwechslung von Caro steht unser eigener Block wesentlich besser. Nun können wir unser Spiel machen. Aus der Feldabwehr heraus kĂ€mpfen wir uns ins Spiel, entscheiden fast alle langen Ballwechsel fĂŒr uns. Zudem verteilt Stephie die BĂ€lle sehr geschickt ĂŒber alle Positionen, sodass sich der gegnerische Block nicht so leicht formieren kann. Unser Kampfgeist ist ohnehin ĂŒberragend, auch außerhalb des Feldes wird jeder Quadratmeter genutzt, um den BĂ€llen hinterherzuhechten. Wir sind den ganzen 2. Durchgang vorne und gewinnen diesen letztlich mit 25:22. Ebenso wichtig: wir spielen sehr gut und trotz allem Einsatz sehr ruhig; saisonĂŒbergreifend eine der besten Leistungen in diesem Jahr.

Allerdings kostet unsere Spielweise viel Kraft und Konzentration. Nach dem gewonnen Satz lÀsst die Anspannung nach, wir können die Aufmerksamkeit und Energieleistung im 3. Durchgang nicht aufrechthalten. Gleich am Anfang wackelt die Annahme und wir liegen schnell 1:5, 2:9 hinten. Auch im Angriff finden wir nun kaum noch Lösungen, reihenweise bleiben wir nun wieder im gegnerischen Block hÀngen. Am Ende ist es mit 12:25 sehr deutlich.

Im 4. Durchgang kommt Feli fĂŒr Vero auf Außen und nun spielen wir geschickt mit dem gegnerischen Block. Frauke und Feli machen das auf Außen sehr erfolgreich. Wie schon im 2. Satz können wir nun das Spiel bestimmen. Melanie und Hannah sind in der Mitte sehr aktiv, Caro variiert ĂŒber Diagonal. Wir sind mit 10:6, 11:7 vorne. Dann meines Erachtens leider eine sehr unglĂŒckliche SR-Entscheidung eines ansonsten guten Schiedsgerichts, die obwohl eine Höntroper Spielerinnen eindeutig ins Netz stolpert, gegen uns pfeift. Sicherlich entscheidet eine SR-Entscheidung kein Spiel, aber es fehlt nicht nur der Punkt, sondern die Unruhe bringt uns auch aus dem Konzept. Wenig spĂ€ter ist Höntrop auf 12:11 heran. Wir geben nochmal alles, können den Block jedoch nicht mehr schließen und Höntrop wird nun wieder mit jedem Angriff gefĂ€hrlich. Am Ende behĂ€lt der Gegner zweifelsfrei verdient die Oberhand, wenngleich wir mit ein wenig GlĂŒck (besser gesagt etwas weniger Pech in einzelnen Ballwechseln) auch in den Tie-Break hĂ€tten kommen können.

NĂ€chste Woche geht es gegen den LL-Absteiger TV Brechten, mit Blick auf die bisherigen Ergebnisse ebenfalls eine harte Nuss. Das Lob des Tages geht an Frauke, besonders fĂŒr die wie immer sehr starke Abwehrarbeit.

Es spielten: Stephanie Morlock (Zuspiel), Melanie Leitloff, Hannah Kamps (Mitte), Veronique van Engeland, Frauke Kamps (Außen), Felicitas Fischer, Caroline Jaschke (Diagonal), Mareike Zwilling (Libera)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. Oktober 2017 um 21:36 Uhr
 

TVK Wattenscheid - TuS Hattingen 3:1

TVK Wattenscheid – TuS Hattingen 3:1 (25:12, 26:24, 20:25, 26:24)

Saisonauftakt mit gemischten GefĂŒhlen. Einerseits können wir ganz zufrieden sein, weil wir uns nach dem 1. Satz gegen den letztjĂ€hrigen Tabellenzweiten gut ins Spiel gearbeitet hatten, andererseits bleibt die EnttĂ€uschung, weil dann doch sogar mehr drin gewesen ist.

Beide Teams gingen stark ersatzgeschwĂ€cht ins Spiel: uns standen nur sieben, Wattenscheid sogar nur sechs Spielerinnen zur VerfĂŒgung. Bei uns fehlten u.a. sĂ€mtliche nominellen Außenangreiferinnen, sodass Felicitas von Diagonal nach Außen rĂŒckte und ebenso wie Hannah (nach 20-stĂŒndigem Flug aus Hawaii) auf eher ungewohnten Positionen ran musste. Außerdem gab Neuzugang Anna Litfert ihr Debut fĂŒr den TUS Hattingen.

Der 1. Satz begann sehr hektisch. Die vielen Umstellungen, v.a. aber das schnelle Spiele der erfahrenen Wattenscheider Mannschaft stellte uns vor große Probleme. Wattenscheid machte Tempo und wir agierten in Block und Feldabwehr viel zu ĂŒberhastet und kopflos.

Doch wir mussten nicht in Hektik verfallen, nur weil der Gegner schnell spielte. Wir konzentrierten uns auf unser Spiel und passten zudem den Block an. Ein großes Lob an Caro, die fortan die beste gegnerische Angreiferin in den Griff bekam. Ab dem 2. Satz war das Spiel daher ausgeglichen und je lĂ€nger das Match dauerte, desto mehr gewannen wir die Oberhand.

Dass es am Ende in den SĂ€tzen 2 und 4 mit 24:26 zweimal nicht ganz klappte, ist zum einen ein bißchen Pech gewesen, zum anderen fehlte aber auch die letzte Konsequenz, die Chancen zu nutzen, die sich ergaben. Die gelang uns dann nur im 3. Satz, den wir mit 25:20 dann sogar recht deutlich gewannen. Hier glĂ€nzte dann auch Anna mit vielen guten Aktionen und ĂŒbernahm auch die Verantwortung mit einem kompromisslosem Angriffsschlag zum Satzgewinn. 

Vor Beginn des 4. Satzes stellten wird nochmals um. Melanie rĂŒckte nach Außen, Hannah in die Mitte. Und gerade Melanie kam ĂŒber Außen zunĂ€chst mehr und mehr ins Rollen. Leider verpassten wir mehrfach die Gelegenheit uns abzusetzen. Umgekehrt spielt der TVK nun seine ganze Routine aus, nutzt unsere Fehler gnadenlos aus und kann sich auch 20:12 absetzen. Doch wir geben uns bekanntlich auch in solchen Situationen nicht geschlagen. KĂ€mpfen uns Punkt fĂŒr Punkt heran und gleichen zum 20:20 aus. Leider forderte dieser Kraftakt zum Ende des Satzes seinen Tribut. Mit ein paar Ungenauigkeiten und Positionsfehler stehen wir uns dann aber letztlich auch selbst etwas im Wege, sodass sich der Favorit gerade noch ins Ziel retten kann.

Das Lob des Tages geht an Feli, die heute auf Außen ĂŒber alle vier SĂ€tze hinweg eine solide Leistung gezeigt hat. Dass Hannah um die halbe Welt fliegt und danach sich direkt in die Halle stellt, ist sicherlich auch besondere Anerkennung Wert.

Es spielten: Stephanie Morlock (Zuspiel), Melanie Leitloff, Anna Litfert (Mitte), Hannah Kamps, Felicitas Fischer (Außen), Caroline Jaschke (Diagonal), Mareike Zwilling (Libera)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. September 2017 um 22:59 Uhr
 

Relegation zur Bezirksliga

„Jetzt erst recht“ - Mit diesen Worten beginnt ein Spielbericht vom 01.10.2011. Wir waren unglĂŒcklich aus der Kreisliga abgestiegen. Von der Mannschaft, die vor sechs Jahren seinerzeit als 4. Damen gegen die damalige 3. Damen mit 3:0 gewann, gehören Melanie, Ludmilla, Hannah, Frauke, Katharina und Laura immer noch zu den StĂŒtzen dieser Mannschaft. Wir sind zusammen viermal auf- und zweimal abgestiegen, haben nein gesagt, wenn man uns als „Ersatzteillager“ plĂŒndern wollte. In Momenten, in andere Mannschaften auseinanderfallen und jeder seine eigenen Wege geht, sind wir immer nĂ€her zusammengerĂŒckt – mit allen Vor- und Nachteilen, die NĂ€he mit sich bringt. Wir haben vor null Zuschauern gespielt und waren begeistert als zwei kamen. Wir wissen, wie blöd das ist, wenn der Ball mit einem macht, was er will. Wir wissen, wie bitter es ist, zu verlieren und haben Respekt vor jedem, der immer wieder alles gibt, um dies zu verhindern. Und wir ziehen den Hut, vor jemandem, der in einer entscheidenden Phase sportliche Fairness zeigt, und einen Touche zugibt, wie es der TuS Iserlohn im 3. Satz tat. Chapeau!

TuS Hattingen II – TuS Iserlohn 3:1 (25:18, 17:25, 25:22, 25:17)

Etwa 150 Zuschauer am 01.Mai-Wochenende, dazu profimĂ€ĂŸige Sounduntermalung von DJ Lippe, aka Kiffert, sorgten fĂŒr eine AtmosphĂ€re, bei der selbst die GĂ€nsehaut noch eine GĂ€nsehaut bekam und an die wir uns alle sicherlich noch lange erinnern werden. Dass man mit derartig verschrumpelten Finger kaum gut Volleyball spielen kann, zeigte sich dann jedoch leider auch im Laufe des Abends das eine oder andere Mal. Beide Mannschaften waren sehr nervös, doch wir bekamen unsere Nerven schneller in den Griff. Ein paar ordentliche Angriffe mehr, ein paar leichte Fehler weniger, der 1. Satz fiel uns etwas in den Schoss.

Dass das so nicht so weitergehen wĂŒrde, war uns auch klar. Schon zu Beginn des Satzes greift Iserlohn ĂŒber die Außenpositionen viel gefĂ€hrlicher an. Wir nehmen frĂŒh bei 3:4 eine Auszeit, um Block- und Feldabwehr anzupassen. Doch bevor die VerĂ€nderungen greifen können, machen wir die Fehler in den anderen Spielelementen, v.a im Zuspiel und Angriff sind wir nicht entschlossen genug. „Das ist zu wenig“ - so das Fazit am Ende eines zweiten Satzes, fĂŒr den diesmal wiederum der Gegner nicht allzu viel machen musste.

Nach zwei eher einseitigen SĂ€tzen geht es im 3. Satz hin und her. Vero hat es schwer gegen die hochgewachsenen jungen MĂ€dchen aus Iserlohn, weshalb wir es mit Ronja auf der Außenposition versuchen. Mit ihrer ganz eigenen Volleyball-Philosophie: lachen, schlagen, jubeln, lachen – sorgt sie dafĂŒr, dass wir ĂŒber die Außenpositionen gefĂ€hrlich bleiben. Zur Not auch mit einem 8m-Anlauf vom eigenen Aufschlag bis ans Netz. Mitte des 3. Satzes kommt es bei einer ansonsten souverĂ€nen Schiedsrichterleistungen zu nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen. Am Ende dieser Phase liegen wir mit 17:19 hinten, als der Trainer des TuS Iserlohn den besagten Touche zugibt. Bereits bei 17:17 war Alina fĂŒr Melanie ins Spiel gekommen und behĂ€lt trotz ihrer Jugend die Übersicht. ZunĂ€chst platziert sie einen Ball auf die Linie, dann findet sie im Aufschlag die richtige Mischung aus Druck und Sicherheit. Angetrieben von unserer JĂŒngsten, lĂ€uft auch der Rest gleich besser. FĂŒr mich nun die beste Phase des Spiels von Freitag, in die wir uns in einen kleinen Rausch spielen und den Satz von 17:19 auf 25:22 drehen.

Im 4. Satz greift nun endgĂŒltig auch die Block-Feldabwehr-Umstellung von Anfang des 2. Satzes. Caro greift mehrfach im Block zu, auf der Position V steht Frauke bombensicher und als die gegnerischen Außenangreiferinnen die angebotene LĂŒcke nutzen wollen, segeln die BĂ€lle ins Aus. Schnell ist eine beruhigende FĂŒhrung heraus gespielt. Zwischenzeitlich stellen unsere Damen die Zuschauer noch mal auf die eine oder andere Nervenprobe, aber wenn es darauf ankommt, sind wir dann doch da: Frauke mit platzierten Angriffen, Hannah und Caro mit schönen BĂ€llen hinter der Zuspielerin, oder Melanie mit klug gelegten BĂ€llen sorgen dafĂŒr, dass wir unseren Vorsprung ins Ziel bringen können.

Über das ganze Spiel gesehen, sind wir heute im Angriff öfters von einer Verlegenheit in die nĂ€chste gestolpert, aber Annahme und Abwehr haben uns heute das Spiel gerettet.

Ein riesiger Dank an Martin und Mel fĂŒr die Sound-UnterstĂŒtzung, an die vielen tollen Zuschauer und v.a Franziska und die netten MĂ€dels vom TuS Linscheid-Heedfeld, die am spĂ€ten Freitag Abend sogar aus SchalksmĂŒhle angereist sind, um uns anzufeuern.

 

TV Germania Kaiserau – TuS Hattingen II 1:3 (15:25, 19:25, 25:17, 21:25)

17 Jahre TuS-Herren und selbst die einfachsten Sachen werden nicht gelernt: Nur auf ein (!) Bier in die Altstadt zu gehen, hat noch nie geklappt. Ein paar Stunden Schlaf spĂ€ter sitzt man im Auto nach Kamen und die NervositĂ€t ist der MĂŒdigkeit gewichen. „Gibt es hier Kaffee?“ ist wichtiger als Handgelenk der gegnerischen Mittelangreifer und wĂ€hrend wir am Freitag 2h vor Spielbeginn in der Halle waren, ist Samstag dann urplötzlich Anpfiff. Mit zwei Änderungen gehen wir ins Spiel. Feli rĂŒckt fĂŒr Caro auf die Diagonalposition, Vero beginnt wieder an Stelle von Ronja auf Außen.

Es ist vermutlich unser Vorteil, dass wir die Situation schon vom Vorabend kennen. Rotzfrech und cool legen wir so engagiert los wie die freiwillige Feuerwehr am Bierstand. Nach wenigen Minuten haben wir eine 13:5-FĂŒhrung heraus gespielt. All das, was am Vortag nicht so recht gelingen wollte, fĂ€llt nun leicht. Vor allem Vero kommt deutlich besser zurecht und macht im Angriff Punkt um Punkt. Nach nur 18 Minuten ist der 1. Satz mit 25:15 im Sack. Zweiter Satz gleiches Spiel, wir diktieren das Geschehen, die gegnerischen Zuschauer sind lĂ€ngst stiller als die etwa 20-köpfige Schar, die aus Hattingen mitgekommen ist. Auch wenn Kaiserau allmĂ€hlich stĂ€rker wird, ist der 2. Satz mit 25:19 zu keiner Zeit gefĂ€hrdet. Im Vergleich zu Freitag spielen wir eine Klasse besser.

Doch jeder Satz beginnt wieder bei null, gibt dem Gegner die Chance, seine Taktik anzupassen. Wir setzen mit Caro fĂŒr Vero neue Akzente und Caro hat auch einige gute Aktionen, doch die Annahme wackelt, da die TV Germania wesentlich mehr Risiko wĂ€hlt. Kaiserau greift zudem fast nur noch ĂŒber eine einzige Spielerin an, die wir lange Zeit nicht in den Griff kriegen. Am Ende schöpft der Gastgeber nach einem 25:17-Satzgewinnn plötzlich wieder neue Hoffnung.

Also noch ein Satz. Nochmal konzentrieren und keinen Fehler machen, sonst findet man sich plötzlich im Tie-Break wieder. Genau das schleicht sich in die Köpfe. Wir verlieren allmĂ€hlich die Selbstsicherheit und damit die Kontrolle ĂŒber das Spiel. Zaghafte Angriffe und gelĂ€hmte Beine, wir machen es dem Gegner leicht. Bei 13:17 sind wir plötzlich in einer Situation, die man eigentlich vermeiden will. Die Spielerinnen wollen die schnelle Entscheidung im Angriff suchen, doch wir mĂŒssen vor allem in der eigenen Abwehr mehr arbeiten und im Angriff geduldig sein. Rechtzeitig können wir den Schalter umlegen, kĂ€mpfen uns Punkt um Punkt heran. Plötzlich Matchball. Der Ball geht mehrfach hin und her. Mareike wirft sich mit allem unter einen Angriff der gegnerischen Diagonalangreiferin, Hannah drĂŒckt den Ball ins gegnerische Feld und zwingt den Gegner zum Fehler. Ein Jahr gearbeitet, Ziel erreicht.

Sich feiern dĂŒrfen: Veronique van Engeland, Ludmilla Ehrlich, Frauke Kamps, Mareike Zwilling, Stephanie Morlock, Ronja Weidemann, Merve Mutlu, Caroline Jaschke, Alina Grunwald, Hannah Kamps, Laura Weidemann, Katharina Scheffler, Felicitas Fischer, Melanie Leitloff.

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Mai 2017 um 13:37 Uhr
 


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